Kleinkind-Freibad-Test: Albert-Schwarz-Bad in Heidenau

Das Widderchen hat sich einen Freibadbesuch gewünscht. Diesen Sinneswandel mussten wir unbedingt nutzen, nachdem sie noch im vergangenen Jahr dem Wasser alles andere als zugetan war. Doch tatsächlich ist endlich ihre Liebe zu Wasser erwacht (wir hoffen übrigens, dass das bald auch für die Badewanne gilt). Bei der Internetrecherche nach Kleinkind geeigneten Bädern stieß ich auf das Albert-Schwarz-Bad in Heidenau und wir wollten es gleich ausprobieren. Übrigens war diese mühsame Recherche der Anstoß für mich diese Serie zu machen! Ich nehme es auch gleich vorweg: Das Albert-Schwarz-Bad hat mich komplett überzeugt!

Planschbecken im Albert-Schwarz-Bad
Planschbecken – Quelle: Stadt Heidenau

Lage und Anreise

Das Albert-Schwarz-Bad liegt an der Hauptstraße in Heidenau, in direkter Nachbarschaft zum Real-Markt. Ein großer Parkplatz ist vorhanden. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es aus Dresden recht gut zu erreichen – mit der S1 oder S2 bis zum Haltepunkt Heidenau, von da sind es 14 Min. zu Fuß oder man nutzt den Bus Linie H/S bis zur Haltestelle „Einkaufszentrum“ und muss von dort noch 7 Min. laufen. Mit dem Auto ist es super easy – quasi immer geradeaus auf der S 172.

Artistikspielplatz im Albert-Schwarz-Bad
Artistikspielplatz – Quelle: Stadt Heidenau

Öffnungszeiten/Preise

Geöffnet hat das Albert-Schwarz-Bad von Mai bis September. Von Mai bis August öffnet es 9 Uhr und schließt 20 Uhr – in den Sommerferien kann man schon ab 8 Uhr baden gehen. Ab September sind die Öffnungszeiten auf 18 Uhr verkürzt. Wir waren in den Sommerferien, aber generell wäre es mit zwei Frühaufstehern schön, wenn es immer ab 8 Uhr geöffnet wäre – aber bis 9 Uhr kriegt man die Zeit schon rum.

Beim Eintritt könnt ihr wählen zwischen 2-Stunden-Karten und Tageskarten. Ermäßigt sind Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre) sowie Schüler, Studenten, Schwerbehinderte und Inhaber der “Sächsischen Ehrenamtskarte”. Für die 2-Stunden-Karten müsst ihr zwischen 1 € und 2 € Pfand hinterlegen, die ihr bei rechtzeitigem Verlassen des Bades zurückbekommt. Rechtzeitig und zwei Kinder schließt sich natürlich aus – daher ist wohl die Tageskarte immer die beste Wahl. Es gibt eine Familienkarte (1 Erw. + 1 Kind) für 6 €, ein weiterer Erwachsener kann für 2 € zusätzlich mit rein. Es gibt auch 10er Karten, Saisonkarten und Gruppenkarten. Bis 1 Meter ist freier Eintritt.

Wir haben also zu viert – mit unserer 4-Jährigen (1,07 m) und dem 1-Jährigen (82 cm) – 8 € für den ganzen Tag gezahlt. Das geht preislich in Ordnung für mich.

Abenteuerspielplatz im Albert-Schwarz-Bad
Abenteuerspielplatz – Quelle: Stadt Heidenau

Ausstattung

Es gibt ein Sprungbecken, ein Schwimmerbecken, ein Nichtschwimmerbecken mit einer Breitrutsche und ein Planschbecken mit zwei Rutschen, dass zudem teilweise von einem Sonnensegel überspannt wird. Es gibt einen Matschspielplatz für die Kleine nahe des Planschbeckens, einen Artisten- und einen schönen Abenteuerspielplatz in mitten des Bades. Einen Kiosk konnte ich entdecken – auch sehr zentral gelegen. Umkleiden und saubere Klos sind auch vorhanden. Also eigentlich hat das Albert-Schwarz-Bad alles was ein Freibad braucht.

Nichtschwimmerbecken mit Breitrutsche – Quelle: Stadt Heidenau
Nichtschwimmerbecken mit Breitrutsche – Quelle:
Stadt Heidenau

Fazit

Bisher ist dieses Bad mein absoluter Favorit für einen entspannten Badetag. Da hat man wirklich das Gefühl, dass sich jemand Gedanken gemacht hat.

Zum einen ist es super, dass es quasi eine Extra-Liegewiese für Familien mit Kleinkindern gibt. Diese ist tiefer gelegen und beherbergt das Planschbecken und den Matschplatz. Der Matschplatz ist wirklich süß – hier wäre ein Sonnensegel toll, da er so doch sehr sonnig ist.

Im Planschbecken gibt es zwei Ebenen. Die obere ist mit einem Sonnensegel überspannt und mit einer Breitrutsche (eigentlich einfach eine Schräge) mit dem unteren Becken verbunden. Unten gibt es eine zusätzliche Rutsche mit der man vom Rand ins Wasser rutschen kann.

Matschspielplatz im Albert-Schwarz-Bad
Matschspielplatz – Quelle: Stadt Heidenau

Da der Bereich tiefer gelegt ist, ist er schön separat und um auszubügsen müssten die Kinder einen ordentlichen Berg hoch – Zeit genug, um sie aufzuhalten. Toll finde ich vor allem, dass das Sprungbecken komplett separat ist.

An den Umkleiden gibt es eine Messstation für Kinder – die Schwimmampel. Dort können Sie anhand der Größe ablesen in welche Bereiche des Bades sie ohne Schwimmkenntnisse  „gefahrlos“ dürfen. Die Große mit ihren 107 cm kann das Nichtschwimmerbecken fast bis zum Duschpilz erobern. Und genau das finde ich am aller aller aller besten – die Wassertiefe bis zum Pilz dürfte so um die 70 – 90 cm haben. Damit kann Sie sich im Nichtschwimmer frei  bewegen – die Bauchlage testen, den Auftrieb spüren und hat doch immer Boden unter den Füßen. Das Planschbecken ist ihr mittlerweile einfach zu langweilig. Normal haben die Nichtschwimmerbecken ja so eine Tiefe von 1,25 – 1,35 m – bis sie dafür groß genug ist, kann sie vermutlich schon schwimmen. Hier kann ich auch den Kleinen mit rein nehmen und mich um ihn kümmern, während die Große sich austobt…herrlich!

Das ist von allen besuchten Freibädern daher mein absoluter Favorit und meine unbedingt Empfehlung.

//externer Link//

Besucht doch auch die recht umfangreiche Internetseite.

//getestete Freibäder//

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