Kleinkind-Freibad-Test: Georg-Arnhold-Bad in Dresden

Nachdem das Großkind ewig Angst vor Wasser hatte, ist es dieses Jahr irgendwie ins komplette Gegenteil umgeschlagen. Man kriegt sie gar nicht mehr raus und wenn es nach ihr gänge, wäre Baden gehen immer eine Option – ausgenommen natürlich die Badewanne. Mit einem kleinen fast-noch-Babybruder geht es nicht immer einen Tagesausflug ins Freibad zu machen. Glücklicherweise haben wir ja ein Freibad genau vor der Haustür – Das Georg-Arnhold-Bad. Früher oder später musste es uns also dahin verschlagen.

Planschbecken im Georg-Arnhold-Bad
Planschbecken – Quelle: Dresdner Bäder GmbH

Lage und Anreise

Es ist wirklich kein bisschen übertrieben, wenn ich sage, dass dieses Bad mitten in der Stadt liegt – durch die unmittelbare Nähe zum Straßburger Platz auch noch an einem Verkehrsknotenpunkt. Das Bad selber hat einen Parkplatz an der Lennéstraße. Neben der Cockerwiese findet ihr weitere Parkplätze, die aber gerade am Wochenende auch von den Besuchern des Großen Gartens genutzt werden und dann auch mal knapp werden – von den Stadionbesuchern ganz zu schweigen. Vor allem sind alle Parkplätze kostenpflichtig. Mit dem ÖPNV erreicht ihr das Bad aber problemlos aus allen Richtungen. Wir sind wie Packesel bestückt zu Fuß gegangen. Na gut, das Böckchen wurde gefahren ;-).

Öffnungszeiten/Preise

Das Bad ist von Mai bis September täglich von 9.00 Uhr bis 21.00 Uhr geöffnet und überzeugt daher mit besonders langen Öffnungszeiten. Fünf Euro kostet der ganztägige Eintritt für Erwachsene – 50 Cent sparen können Inhaber des DresdenPass, des Ehrenamtspasses oder Schwerbehinderte ab 80%. Kinder bis ein Meter Körpergröße haben freien Eintritt. Ansonsten bezahlen Jugendliche bis 16 Jahre bzw. Schüler bis 21 Jahre drei Euro. Die Familienkarte kostet 14 Euro und berechtigt zwei Erwachsene und zwei Kinder zum Eintritt. Da das Widderchen noch für einen Meter durchging – kostete uns der Eintritt also 10 Euro. Es kann aber sein, dass der Eintritt etwas günstiger war, weil ja noch die große Schwimmhallenbaustelle aktiv war. Übrigens berechtigt der Eintritt nur die Nutzung des Freibades, nicht der Schwimmhalle. Im Preis/Leistungsvergleich, gerade auch im Vergleich zu anderen Bädern, finde ich den Eintritt recht teuer.

Matschplatz im Georg-Arnhold-Bad
Matschplatz – Quelle: Dresdner Bäder GmbH

Ausstattung

Herzstück des Bades ist das Erlebnisbecken mit Breitrutsche, einem Strömungskanal, Wasserpilz und Wasserfall. Es hat eine Wassertiefe von 1,35 Meter. Für die sportlich ambitionierten gibt es auch ein 25 Meter Schwimmerbecken mit sechs Bahnen. Das Planschbecken besteht aus zwei Becken mit unterschiedlicher Wassertiefe. Der untere Teil ist zudem mit einem Sonnensegel überspannt. Beide Becken sind mit einer Rutschebene verbunden. Zum Spielen gibt es einen Matschplatz. Die Liegewiese ist großzügig und man findet auch hier und da ein schattiges Plätzchen. Es gibt auch einen Kiosk, der – wie ich im Vorbeigehen gesehen habe – alles zu bieten hat, was man für einen Freibadbesuch benötigt. Leider war ich zu weit weg, um die Preise zu erkennen 😉

Fazit

Die Nähe zu unserer Wohnung ist natürlich ein großer Vorteil – dafür ist der Eintrittspreis für einen kurzen Abstecher aber viel zu hoch. Hier wäre ein 2-Stunden-Tarif, wie es viele andere Bäder anbieten, ein riesiger Vorteil für uns. Das Planschbecken ist sehr schön und für das Böckchen auch mehr als ausreichend. Toll ist, dass der Planschbeckenbereich sehr gut einzusehen ist und auch ausreichend weit weg von den tieferen Gefilden ist.
Der Großen ist es allerdings zu langweilig und sie möchte unbedingt ins Erlebnisbecken. Leider ist das Becken für sie noch viel zu tief und zwar durchgehend. Stehen kann sie nur auf der Treppe. Gegen Mittag füllte sich das Bad sehr – es waren ja auch noch Sommerferien – aber für die Menge an Menschen, die an heißen Tagen Abkühlung suchen, finde ich das Erlebnisbecken fast zu klein – also wenn man das Einzugsgebiet bedenkt.. Am Matschspielplatz hatten beide Kinder viel Spaß. Das Manko hier war, dass der grobe Sand in der Sonne sehr heiß wurde. Zieht also den Kindern unbedingt Schuhe an. Einen weiteren Spielplatz konnte ich leider nicht entdecken.

Insgesamt finde ich das Preis/Leistungsverhältnis dürftig – der Standortvorteil (und damit die Nachfrage) bleibt natürlich.

//externer Link//

Hier geht es zur offiziellen Seite des Bades.

//getestete Freibäder//

  • Naturbad Mockritz in Dresden
  • Massenei-Bad in Großröhrsdorf
  • Albert-Schwarz-Bad in Heidenau
  • Georg-Arnhold-Bad in Dresden