Kleinkind-Freibad-Test: Massenei-Bad in Großröhrsdorf

Selbst wir als alte Freibadmeider konnten uns bei Temperaturen jenseits der 30 dem kühlen Nass nicht verwehren. Nachdem das Naturbad Mockritz uns nicht so recht überzeugen konnte, setzten wir uns ins klimatisierte Auto, ließen Dresden hinter uns und fuhren gen Osten dem Massenei-Bad entgegen. Das Bad war übrigens ein Tipp meines lieben Kollegen mit dem Hinweis „Geheimtipp“ und „nicht überfüllt“ – ob er sich mit dem Tipp bei mir unbeliebt gemacht hat oder weiter in meiner Gunst stieg, könnt ihr hier nachlesen.

Lage und Anreise

Östlich von Dresden – quasi mittig zwischen Radeberg und Bischofswerda – gelegen, erreicht man das Bad über die A4 doch relativ gut und schnell. 40 Min. sind für einen Tagesausflug auch mit zwei kleinen Autohassern gut machbar. Vor dem Massenei-Bad gibt es einen riesigen Parkplatz umgeben von einem schönen Wäldchen. Wenn man Glück hat liegt der eigene Stellplatz sogar ein bisschen schattig. Via ÖPNV erreicht ihr das Bad aus Richtung Dresden mit der Buslinie 305 (Dresden – Bischofswerda).

Öffnungszeiten/Preise

Geöffnet hat das Massenei-Bad ganz klassisch von Mai bis September, jeweils von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Beim Eintritt könnt ihr zwischen 3-Stunden- und Tagestickets wählen – aufgrund der längeren Anreise kam natürlich nur letzteres in Frage. Kinder unter 5 Jahren kosten übrigens nix. Wir sind also mit 11 Euro davon gekommen, aber auch eine Familientageskarte für bis zu 4 eigene Kinder ist mit 15 Euro erschwinglich. Hier noch mal kurz en Detail: Erwachsene: 5,50 Euro (Tageskarte)/3,00 Euro (3h); Kinder, Jugendliche (5 – 18 Jahre) & andere Ermäßigte (Schüler, Studenten etc.) 3,00 Euro (Tageskarte)/1,50 Euro (3h). Für das große, saubere Bad finde ich persönlich die Preise mehr als angemessen.

Ausstattung

Die Liegewiese ist riesig und man findet garantiert den ganzen Tag über auch schattige Plätzchen. Das Bad kann mit 2.400 qm Wasserfläche aufwarten, die sich in Schwimmbecken mit Sprungturm, Nichtschwimmerbereich und ein Planschbecken aufteilt. Im Nichtschwimmerbecken gibt es diverse Wasserspiele, einen Strömungskanal, eine Breitrutsche und zwei Röhrenrutschen.
Es gibt reichlich Umkleiden und Toiletten, deren Sauberkeit vorbildlich ist. Es gibt einen einfachen Imbiss und eine „Badgaststätte“. Die Preise sind für ein Freibad in Ordnung.

Fazit

Das Planschbecken ist relativ separat vom restlichen Badebereich. Ein versehentliches Ausbügsen in Richtung Nichtschwimmer/Schwimmerbecken ist bei durchschnittlicher Aufsicht nicht möglich. Toll ist, dass es gleich in unmittelbarer Nähe eine Familienumkleide mit Wickelplatz, Toiletten und Schließfächern gibt. Auch einen Spielplatz mit Rutsche, Wippe und Schaukel findet man in der Nähe.

Das Planschbecken selbst besteht aus drei Becken mit unterschiedlichen Wassertiefen. Verbunden sind sie über Rutschflächen. Super ist, dass der Randbereich aus rutschfestem Material ist und somit die Sturzgefahr für die Kinder minimiert. Zusätzlich gibt es unterschiedliche Wasserelemente wie Wasserpilz und einen Springbrunnen. Es ist wirklich alles sauber und ordentlich. Ein großes Manko ist aber, dass es so gar kein Sonnensegel am Planschbecken gibt. Gäbe es das, wäre der Kleinkindbereich wirklich perfekt.

Wir hatten bei unserem Besuch Verpflegung dabei, aber vor Ort sind ausreichend Möglichkeiten zu – wie ich finde ansprechenden Preisen – vorhanden. Also das obligatorische Eis und die Pommes sind auf jeden Fall verfügbar.

Das Nichtschwimmerbecken ist super groß, dadurch wirkt es auch an gut besuchten Tagen nicht überfüllt. Leider konnten wir es nicht so wirklich testen, da wir unser Besuch leider während der Wasserangstphase stattfand. Die Wassertiefe im Nichtschwimmerbecken beträgt max. 1,35 m. Im vorderen Bereich des Nichtschwimmerbeckens sollte das Widderkind aber noch gut stehen können – das testen wir dann beim nächsten Mal und reichen die Info nach.

Hätte das Planschbecken ein Sonnensegel könnte ich das Massenei-Bad uneingeschränkt empfehlen, aber auch so lohnt sich der Besuch definitiv. Vor allem, weil es selbst bei hohem Besucheraufkommen nicht überfüllt wirkt.

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