1 + 1 = 4 – Das erste Trimester

Geplant und sehnlich erwartet vereinten sich zwei Keimzellen zu einem kleinen Wunder, dass sich fest und entschlossen einnistete und nun wächst und gedeiht. Bis Anfang Januar wird es das hoffentlich weiterhin tun, um dann möglichst unkompliziert meinen Körper zu verlassen und Krümel zur großen Schwester und uns zu zweifach Eltern zu machen. Kurzum, in ca. 184 Tagen werden wir eine glückliche vierköpfige Familie sein.

Ich fürchte allerdings, dass der Weg bis dahin nicht ganz so glückselig wird, denn schon das erste Trimester – das wir nun Gott sei Dank unbeschadet überstanden haben – war alles andere als fluffig.

Übelkeit und andere Beschwerden

Übelkeit, da geht es ja schon los. Hatte ich mit Krümel nicht. Hielt ich genauso für mediale Übertreibung, wie das vorzeitige Platzen der Fruchtblase mit überschwemmtem Fußboden – tja und jetzt kann ich an beides einen Haken machen. Tadaaa! Okay, ich muss einräumen, dass es mich übelkeitstechnisch hätte schlimmer treffen können. Übergeben habe ich mich nie und ein kleiner Snack hat gegen fast jeden Anflug von Übelkeit geholfen – Fast!!!

Viel schlimmer als die Übelkeit war die im wahrsten Sinne des Wortes lähmende und bleierne Energielosig- und Müdigkeit. In wie weit mein latenter Eisenmangel da mit rein spielt, weiß ich nicht, aber es war härter viel härter als beim Krümel damals.

Als ich mit dem Krümelkind schwanger war, da fand ich es auch krass. Der erste Gang nach getaner Arbeit war nach Hause auf die Couch, wo ich im Idealfall bis zum Schlafengehen blieb. Elan, Motivation, Energie hatten sich mal eine kleine, wohlverdiente Auszeit genommen. Damals konnte ich damit leben.

Aber jetzt? Erzähl mal einem quirligen Kleinkind, dass Mama leider zu kraftlos ist noch im Sandkasten zu spielen, Laufrad zu fahren oder durch den Zoo zu spazieren (na ja wenigstens Letzteres haben wir ab und zu gemacht, was sich aber meist mit Bauchweh gerächt hat).  Das Kind lief also die letzten 6 – 8 Wochen aktivitätsmässig auf Sparflamme. Ich danke an dieser Stelle dem Krümelpapa dafür, dass er mir so gut es ging, die eine oder andere Auszeit verschafft hat. Ich war übrigens  an vielen Abenden, die ich das Kind ins Bett brachte, die Erste die schlief 😉

Langsam geht es aber Gott sei Dank wieder bergauf.

Mutterpass

…und noch mehr Beschwerden

Aber das war ja leider noch längst nicht alles. Von meinen schrecklichen Verdauungsstörungen will ich erst gar nicht anfangen. Ständig Bauchschmerzen – und wenn die nicht von der Verdauung herrührten, dann von der Dehnung der Mutterbänder. Überhaupt hätte ich zwischen Krümel 1 und Krümel 2 mal mehr Sport machen können, vor allem für Bauch und Rücken. Das rächt sich jetzt. Rückenschmerzen und nach langem Stehen oder Laufen ziept es schon ganz schön im Bauch. *Jammer*  Na Prost, Mahlzeit! Vor Krümel war ich immerhin nach 2x Woche 1 in Woche 2 beim 30 Day Shred *haha*.

Und sonst bin ich noch näher am Wasser gebaut als sonst, also eigentlich stehe ich dauerhaft knietief drin. Gestern habe ich „Ich will auch Geschwister“ von Astrid Lindgren gelesen (ein Buch für Krümel, als Vorbereitung auf den Quälgeist, der anfangs null Spielkameradenqualitäten hat) und geheult. Aus lauter Empathie, wie sich das wohl für den Peter anfühlt nach der Geburt von Lena so zurückstecken zu müssen (und das obwohl ich ja der Quälgeist war, der mein Schwesterherz entthronte – es konnte also kein eigenes Trauma hochgekommen sein). Ich bin mir übrigens auch nicht ganz sicher, was mir das Buch damit sagen will, dass am Ende noch Nils geboren wird und Peter und Lena froh sind, dass sie sich haben…*hihi*.

Na ja auch sonst schwankt es halt zwischen tierisch genervt und tiefenentspannt (meine arme, kleine Familie). Hätte ich gar keine Beschwerden, dann würde ich vermutlich ständig vergessen, dass ich schwanger bin. Mit Kleinkind bleibt halt nicht viel Zeit zum verträumten Bauch streicheln und in sich gehen. Dafür ist mein Nestbautrieb schon extremst ausgeprägt (armer Krümelpapa). Vom Shoppingtrieb mal ganz abgesehen. *muhahaaa*

…Daten und Termine

Lustigerweise habe ich – genau wie beim Krümel – gewusst, dass ich schwanger bin, noch bevor ich überfällig war. Mein NMT (Nicht-Mens-Tag) war der 1. Mai, doch schon am 28. April habe ich den ersten Test gemacht und das Geheimnis dann noch ein paar Tage mit mir rumgetragen. Der Papa hat es dann am 1. Mai erfahren.

Den ersten Termin beim Frauenarzt hatte ich dann allerdings erst am 2. Juni und da war ich ja schon in der 10. Woche. Dort wurde dann der  Geburtstermin auf den 4. Januar 2016 festgesetzt – also 1 Tag vor meinem Geburtstag. Ich hoffe inständig das Krümelchen sich eher mehr, als zu wenig Zeit lässt und notfalls wirklich allerfrühestens Silvester kommt. Gut auch, das kaum einer in meiner Familie im Januar Geburtstag hat. *ironie*

Im Dezember war ich bereits mal eine Woche überfällig – da ich aber meinen Zyklus nicht überwacht hatte, kann sich auch einfach der Eisprung verschoben haben. Schlimmer war es im Februar, wo ich bei ES+10 positiv und bei ES+14 wieder negativ getestet habe und die Periode ein paar Tage später kam, als sie hätte kommen dürfen/sollen. Da war ich seeeehr traurig. Im Aprilzyklus habe ich dann mit Globuli angefangen (Ovaria Comp. in der ersten und Corpus Luteum in der zweiten Hälfte) und tadaaaa! Diesmal hat es also im dritten NFP-Zyklus und im 1. Homöophatiezyklus geklappt (Ja ich weiß, aber ich hab eben gerne die Kontrolle). Und dabei ist es gar nicht so einfach mit Kleinkind eine Temperaturkurve zu führen, aber mein Körper scheint da nicht so anfällig für Schwankungen zu sein.

Zykluskurve

NFP empfehle ich übrigens jedem, der nach einigen erfolglosen Versuchen wissen möchte woran es liegen könnte – man erkennt Schilddrüsenüber- und -unterfunktionen und Gelbkörperschwäche und man sieht z.B. ob man überhaupt einen Eisprung hat (denn auch ein positiver Ovulationstest heißt nicht, dass da wirklich was gesprungen ist). Interesse: Dann findet ihr bei winirixi einen super Einstieg http://www.kiwu.winnirixi.de/

Ach ja ich trage übrigens schon seit 2,5 Wochen Umstandshosen und der Bauch ist schon riesig (auch ohne Blähungen), aber er ist ja auch gut gepolstert.

Puuuuuhhh das war jetzt aber sehr lang. Na ja aber man muss ja auch einiges loswerden, was man so wochenlang geheimerweise mit sich rumschleppt. Na ja jetzt habe ich ja noch 6 Monate Zeit euch voll zu texten…freut euch 😉

Übrigens, beim nächsten Mal wissen wir vielleicht schon, was es wird 😉

Bis dahin.

Julia.

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