Ich hasse Sommer und stehe dazu!

Es ist sehr ruhig hier, ich weiß. Blogtechnisches Sommerloch quasi. Das hat natürlich einige Gründe: 1. es ist zu heiß – 2. es ist zu heiß – 3. es ist zu heiß… das ist für mein nordeuropäisches Winterkind-Gemüt einfach zu viel. Ehrlich. Über Leute, die das Wetter toll finden, schüttel‘ ich naserümpfend den Kopf. Temperaturen jenseits von 27 °C sorgen bei mir für nicht enden wollende Faulheit und extremes Unbehagen, Gereiztheit und latenten Menschenhass (Freunde, Familie, Facebook-Follower und Blogleser ausgenommen).

Tropische Temperaturen und Schwangerschaft?!

Kein schönes Wetter um schwanger zu sein, ich sag es euch. Beim Krümel war das gut „geplant“. Schwanger geworden im Juli, dann kam schon der Herbst und hochschwanger dann im gefühlt letzten schneereichen Winter dieses Jahrhunderts. Perfekt. Außer Rückenschmerzen keine Beschwerden. Fit wie ein Turnschuh, quasi.

Und jetzt? Ach wo fange ich da an?! Kurz mir geht es die meiste Zeit lala bis beschissen – Kreislauf, Schmerzen, Schlaflosigkeit und die üblichen Zipperlein. Meine Hoffnung, dass die schlimmste Zeit nach dem ersten Trimester vorbei ist, wurde je enttäuscht. Und wer bekommt es leider am meisten zu spüren? Das Krümelkind! Und das, wo sie selber gerade eine für alle sehr anstrengende nach Autonomie strebende Phase hat. Uff!
Meine Hoffnung: Krümel – Schwangerschaft toll, Geburt und Wochenbett scheiße. Krümelchen: Schwangerschaft scheiße, Geburt und Wochenbett toll. Drückt mir die Daumen!

Befindlichkeiten im und außerhalb des Bauches

Und der Bauchbewohner? Dem geht es gut. Davon merke ich allerdings nicht viel. Während Krümel schon in der 17. SSW fröhlich Samba im Bauch tanzte – scheint Krümelchen von der ruhigen Sorte zu sein. Ganz selten bekomme ich ein Lebenszeichen – allerdings habe ich im Gegensatz zum Krümel auch gar keine Zeit drauf zu achten. Manchmal vergesse ich regelrecht, dass ich schwanger bin. Schade eigentlich. Aber gedankenverlorenes Bauchstreicheln ist einfach nicht drin. Vorfreude kommt kaum auf. Es läuft halt so nebenbei. Vielleicht ist das beim Zweiten einfach grundsätzlich so.

Und sonst? Stress, Stress, Stress – echter und selbstgemachter. Ich bin manchmal echt am Limit – an manchen Tagen mehr, an anderen weniger. Aber da heißt es wohl einfach durchhalten  – solange es dem Krümelchen gut geht, muss ich wohl die Zähne zusammenbeißen. Aber mit sechs Wochen MuSchu und vier Wochen Urlaub bleibt hoffentlich noch genug Zeit zum Kraft tanken (und zum Nähen und Basteln). Und wehe das Krümelchen kommt zu früh!!!!  Bitte kein Weihnachtskind! Silvester könnte ich gerade noch tolerieren.

Off Topic

Ich wette übrigens, dass wir dieses Jahr einen sehr schönen, schneereichen Winter haben werden. Das ist nämlich Murphy’s Gesetz. Seit 2 Jahren warte ich auf Winter (also so echten, mit kalt und Schnee und so), um dem Krümelkind meine Euphorie für winterliche Tage nahe zu bringen. Und da ich das dieses Jahr vor lauter unbeweglichem, schmerzgeplagtem Rumkugeln wohl nicht kann, wird es wohl der schönste Winter, den ich mit meinen 33 Jahren erlebt haben werde.

Beste Grüße.

Julia

P.S. Ach wir wissen übrigens mittlerweile, welchen Geschlechts das Krümelchen sein wird. Ich habe mich aber noch nicht entschieden, ob ich das hier so öffentlich mitteile, obwohl ich es eigentlich jedem erzähle, der mich danach fragt. Diesmal ist der Dok sich ja auch zu 90% sicher, beim Krümel waren es nur 80 % *haha*. Name steht auch schon (seit Jahren), aber der wird definitiv nicht verraten!

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