Krümels zweites Weihnachten – Eine “kurze” Zusammenfassung

Das zweite Weihnachten des Krümels ist nun vorbei. Und es war noch mal ganz anders als das Jahr zuvor, einfach weil der Krümel viel mehr realisiert, mitbekommt und verbalisieren kann. Hier mal eine kurze Zusammenfassung…

Heilig Abend

Selbiger startete relativ turbulent. Der Krümel kam des Nachts zu uns in Bett geklettert und schlief recht unruhig in unserer Mitte. Am Morgen wanderte sie unruhig schlafend Richtung Fußende. Beunruhigt, dass sie sich so womöglich über den Bettrand bewegt, wollte ich sie zurück zum Kopfende legen. Dabei bemerkte ich, dass die Hose mal wieder klitschnass war – das ist unser tägliche Nachtfrage: hält die Windel oder hält sie nicht. PaWeihnachten-1mpers sind also auch nicht besser, als die anderen WegWerfWindeln oder die mit 20 Einlagen gepimpte Stoffwindel. Und damit ist unser Nachtwindel-Auslauf-Problem leider wieder nicht gelöst… Nun ja, das Bett war komplett nass. Also haben wir früh um sieben Bettdecke mit Bezug, nebst Matratzenschoner (ein Hoch auf diese Erfindung) und Bettlaken in die Waschmaschine verfrachtet. Damit waren natürlich alle munter und der Tag konnte beginnen.

Wir haben noch ein bisschen Ordnung gemacht – Bad geputzt, die Pipiwäsche gemacht, Küche aufgeräumt Weihnachten-2etc. Gegen elf Uhr haben wir dann unser spätes Frühstück genossen. Nach Mittagsschlaf, Spielen und dem Verteilen der Weihnachtsgrüße, gab es dann am späten Nachmittag die Geschenke!!!

Der Krümel hat eine Holz-Autobahn mit Elektrostraßenbahn und ein paar neue Hausschuhe bekommen. Die Schuhe kamen jetzt nicht so gut an, aber die Autobahn nebst Zubehör wurde mit vielen Ahs und Ohs quittiert. Gegen 18:30 Uhr gab es dann Abendbrot – Sauerkraut, Stampfkartoffeln und Bratwurst. Allerdings ist die Bratwurst schon wieder geplatzt *grummel* – aber lecker war es trotzdem. Der Krümelkeks hat weder Gemüse noch Kartoffelbrei gegessen, aber dafür ist EINE GANZE Bratwurst in ihr verschwunden!!!

Danach ging es zurück auf ähh an die Autobahn. Der Keks fand kein Ende und landete erst 21 Uhr im Bett…Am Abendbrottisch sagte ich noch scherzhaft zum Krümel, dass wir uns zu Weihnachten sehr darüber freuen würden, wenn sie neun Stunden am Stück schlafen würde.

Der erste Weihnachtsfeiertag

Gegen 5:30 Uhr bin ich wach geworden. Schlaftrunken schaute ich auf mein Handy, wie spät es wohl ist. Dann erschrak ich ein bisschen, schon halb sechs und kein Krümel, der sich gemeldet hat? Ich drehte mich rum und versuchte weiter zu schlafen, aber ich musste doch nachsehen. Im Kinderzimmer lag der Krümel auf seiner Matratze, Popo in die Luft und “schnarchte” vor sich hin. Puh! Ich ging beruhigt zurück ins Bett. Nach einer halben Stunde war der Frieden allerdings schon vorbei. Aber immerhin: Der Krümel hatte tatsächlich neun Stunden am Stück geschlafen. *Jubel*

Heute stand Krümelmamas, also meine, Familie auf dem Plan. 13 Uhr waren wir mit meinen Eltern, meiner Schwester nebst Familie zum Essen in der Gaststätte verabredet. Ich muss zugeben, dass ich ein wenig Bedenken hatte mit einem etwas über anderthalbjährigen Kind in die Gaststätte zu gehen. Andere mögen darüber nur milde lächeln, aber da der Krümel kaum fünf Minuten still sitzen kann, taten sich schon Horrorszenenarien auf von über den Krümel stolpernden Kellnern und verschwitzten Eltern, die versuchen das Kind vorm Treppensturz zu bewahren. ABER der Krümel hat echt gut mitgespielt, auch wenn ihr schnell langweilig wurde (dieses Schicksal teilte sie mit ihrem Cousin (fast 4)). Die mitgenommenen LittlePeople und die Spielzeugautos hielten interessenmässig nicht lange vor. Aber zur Zeit haben wir zwei Zaubermittel: Das Liederbuch und Treppensteigen. In diesem Fall vertrieb sie sich – mit ihrer Cousine im Schlepptau – mit Treppensteigen die Zeit. OFF TOPIC: Überall will das Krümelkind Treppensteigen hoch, runter, runter, hoch – nur zu Hause hat sie keine Lust = Mama muss das 14 kg-Krümelchen bis in die vierte Etage tragen :(. Gegessen hat sie, mit Ausnahme des Eises ihrer Cousine, mal wieder nicht viel, aber sie hat mit Begeisterung Ginger Ale getrunken. Als wir gingen, bekamen sie und ihre Cousine noch einen Lolli. Krümel hat ihren sofort aufgelutscht. Die Krümelcousine hatte ihren aber für ihren Bruder aufgehoben, der mit Oma schon nach Hause gegangen war.

Da mein Schwesterherz noch Spazieren gehen wollte, taten wir dies. Der Krümel lief die ganze Strecke ohne eine einziges “Hoch”. Genau genommen rannte sie einen Großteil der Strecke mit ihrer Cousine (7). Sie war ganz schön durchgeschwitzt, als wir wieder bei den Großeltern ankamen.

Die nächsten Weihnachtsgäste waren bereits unterwegs, so dass wir die “Wartezeit” nutzten, um auch hier zu Bescheren. Gar nicht einfach bei so vielen Leuten und Geschenken den Überblick zu behalten. Großer Favorit war bei Krümel das Shaunie Kuschelschaf, das seit dem mit ins Bettchen muss.

Dann trudelten meine Tante, nebst Mann und den beiden Töchtern ein und etwas später auch mein Onkel nebst Frau und Tochter. Trotz vollem Haus war der Krümel entspannt. Sie vertrieb sich die Zeit entweder allein, mit ihrem Cousin oder schaute mit den Mädels “Bibi und Tina”. Die Erwachsenen-Party fand wie immer in der Küche statt. Dann versammelten wir uns alle im Wohnzimmer für ein Familienfoto – das Letzte gab es zu Weihnachten 2010. Da war mein Neffe noch im Bauch und Krümel noch Quark im Schaufenster.

Das Highlight des Abends: Der Krümel hat eine Erdbeerdusche genommen. Mit einem vollen Becher Erdbeer-Saft lehnte sich der Keks rückwärts an Papas Beine, rutschte aber auf dem Küchenboden weg. Der Popo landete auf dem Boden und der Becher ergoss sich komplett über den ihren Kopf. Murphys Gesetz: Ich hatte natürlich keine Wechselsachen mit (wir wohnen ja nur ca. 10 Min. Fußweg weg).

Gegen acht machten wir uns mit unserem Erdbeertörtchen auf den Weg. Und wieder war sie erst 21 Uhr mit klebrigen, nach Erdbeeren duftenden Haaren im Bett verschwunden…

Der zweite WeihnachtsfeiertagWeihnachten2014-12-25

…und schlief wieder neun Stunden durch *Jubel*. Kurz nach zehn Uhr machten wir uns auf den Weg zu den anderen Krümelgroßeltern. Die Fahrt nutzte ich, um in mein Weihnachtsgeschenk “Darm mit Charme” reinzuschnuppern. Weil ich es so interessant fand, las ich dem Krümelpapa daraus was vor und weil er es dann auch so interessant fand, las ich laut weiter. Davon schlief der Krümel ein. Immerhin 20 Min. Powernapping.

Vorm Mittagessen durfte der Keks die nächsten Geschenke auspacken – dabei war auch ein altes Kinderbuch vom Papa. Das müssen wir seitdem stääääändig vorlesen. Zum Mittag kamen auch Krümelpapas Bruder mit Frau und Tochter vorbei. Während der Wartezeit aufs Mittag wurde Krümel dann bald unleidlich. Die 20 Minuten haben wohl doch nicht ausgereicht und da sie zum Frühstück kaum was gegessen hatte, war sie natürlich mächtig hungrig. Zur Überbrückung gab ich ihr zwei Kekse und ein paar Kloß-Croutons (also die in Butter gerösteten Semmelkrumen, die in die Mitte eines echten Kartoffelkloßes gehören ;)). Zum Mittag selber aß sie dann nur ein bisschen Kartoffel mit Soße, dafür aber Unmengen an Dosenmandarinen zum Nachtisch, was sich noch rächen sollte.

Mittagsschlaf machte sie nur unter Protest, dafür dann aber doch zwei Stunden lang. In der Zwischenzeit mussten Onkel, Tante und Cousine wieder los und wurden von Tante, Onkel und Cousin abgelöst. 😀 Wir tranken Kaffee, bescherten uns erneut und unterhielten uns. Weder zum Kaffetrinken noch zum Abendbrot aß Krümelchen was. Des Rätsels Lösung gab es später am Abend! Statt Essen wollte dass Krümelkind lieber ständig Treppensteigen. Clever wie sie ist, wollte sie immer eine neue Windel, weil sie wußte, dass wir dazu hoch gehen. Also war “neue Windel” die meist genutzte Wortgruppe des Abends. Irgendwann erbarmte sich Oma und ging mit ihr Treppensteigen, als sie wiederkamen hatte der Krümel schon den Schlafi an.

Der Papa brachte sie gegen 19 Uhr ins Bett. Als ich nach 30 Min. mal schauen wollte, ob der Papa schon eingeschlafen ist, brachte ich leider Unruhe ins Einschlafprozedere. Da der Krümel mich dann nicht mehr gehen lassen wollte, lösten wir uns ab. Der Krümel redete immer vom Kaka machen und pupste dann böse rum und zog die Beine an. Sie döste immer weg. Auf einmal fing sie an zu Wimmern und – jetzt kommt des Rätsels Lösung – erbrach sich einmal komplett über das Kopfkissen und mich. Die Maus hat richtig geweint und gezittert danach. Oma hat aber ganz schnell das Bett wieder heile gemacht. Wir haben den Krümel dann mit runter genommen. Ich hab dann im Netz gelesen, dass das wohl nicht so ungewöhnlich ist, wegen der Fruchtsäure in Citrusfrüchten. Der Krümel spielte und sang im Wohnzimmer friedlich vor sich hin, aber alle Versuche sie zum Schlafen zu bewegen, verliefen im Sand. Dabei hatten wir ihr extra ein Schlaflager eingerichtet. Gegen 23 Uhr habe ich mich dann erbarmt und ging mit ihr hoch. Nach anderthalb Flaschen Milch schlief sie sehr schnell ein. Sie bestand aber darauf im großen Bett zu schlafen und schlief, mich ab und zu streichelnd und küssend, in meinen Armen ein…

Der Tag danach?

Der Krümel schlief bis kurz vor acht – auch wieder durch. Der Krümelpapa brachte sie zu Oma ins Bett. Ob sie noch mal geschlafen hat, weiß ich gar nicht, aber wir sind noch mal zwei Stunden weggenickt. Gegen Mittag wurde sie unleidlich und hat deutlich gemacht, dass sie nach Hause möchte. In der Hoffnung, dass sie unterwegs noch mal schläft, sind wir dann heim gefahren. Wieder das gleiche: 20 Min. Powernapping und das Kind war nicht tot zu kriegen. Dementsprechend schnell schlief sie dann auch am Abend ein. Mmmmh, wenn sie wieder durchschläft, dann muss ich um 4 Uhr raus ;)…

Fazit!

Der Krümel hat Weihnachten ganz gut überstanden und auch gut mitgespielt, aber am 27. hat man schon gemerkt, dass es ihr ein bisschen viel wurde, daher war die Entscheidung Heilig Abend allein zu bleiben, wirklich ganz gut. Mal sehen, wie es nächstes Jahr wird, da ist der Krümel dann schon fast drei und es ist sicher wieder ganz anders.

Bis dahin.

Julia.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Ich stimme den Datenschutzeinstellungen nach DSVGO zu.