Maria Montessori an der Wand und auf dem Boden

Nun ist es zwar schon eine Weile her seit Maria Montessori bei uns “eingezogen” ist, aber dennoch wollte ich euch davon berichten. Getreu nach dem Motto “Hilf’ mir es selbst zu tun” haben wir einige Ecken etwas kinderfreundlicher gestaltet.

Ein bisschen Montessori im BadEin bisschen Montessori im Bad

Bereits in der Eingewöhnung fand Krümel das Händewaschen in der Kita super. In der Kita ist natürlich das meiste auf die Kinder abgestimmt, so dass sie ihre Selbstständigkeit jeden Tag ausbauen können. Zu Hause kann ich das Waschbecken leider nicht auf komfortable 60 cm über dem Boden versetzen, aber ich kann dafür sorgen, dass das Krümelkind besser rankommt.

Die erste Maßnahme war also bei Ikea einen Tritt zu kaufen, der es dem Krümel ermöglicht das Waschbecken bequem zu erreichen. Oh und sie klettert gerne auf ihrem Tritt rum. Leider hat sie immer noch nicht den Dreh raus, dass sie ihn erst ein Stück vorziehen muss, um sicher darauf stehen zu können. Dafür reichen die kleinen Krümelarme nun schon so weit, dass sie den Wasserhahn alleine aufbekommt. Seife ist natürlich auch ein Muss ;). Und dann folgt ja der beste Teil für den Krümelkeks – Hände abtrocknen. Im Bild links zu sehen, hängt in komfortabler Höhe das Handtuch mit Spiegel. Dort kann man übrigens gleich noch kontrollieren, ob der Mund auch wirklich sauber ist oder man gibt sich einfach mal ein Küsschen.

 

Montessori an der Wand

Und ein bisschen Montessori an der Wand

In der Kita werden wir Eltern immer wieder ermahnt die Kleidungsstücke der Kinder so zu deponieren, dass diese sie ohne Hilfe erreichen können. Verständlich so können die Kinder schon mal versuchen sich anzuziehen, während nacheinander die Erzieher große Hilfestellung am Einzelnen leisten. Mütze und Halssocke bekommt der Krümel ja schon selber an, aber vor allem bei der Jacke benötigt sie noch viel Hilfe. Nun, bis zum Tag der Veränderung lagen Krümels Sachen wild über das Schuhregal geworfen oder quer im Flur verteilt – dass störte mich schon seit längerem. So das dann endlich der Tag kam als Krümel ihre eigene Garderobe bekam. In der Kita klappt Aufhängen und Hinstellen ganz gut, zu Hause aber ist dann doch so vieles interessanter – selbst Ausziehen klappt dann manchmal nur im Vorbeigehen.

Das Montessori-Floorbed

Ob die beiden vorangegangenen Sachen nun unbedingt der Montessori-Pädagogik zu zu schreiben sind, ist diskutabel. Was “Typisches” ist allerdings das Floorbed – ein bodennahes, kindgerechtes Bett. Mir fällt jetzt keine wirkliche deutsche Entsprechung dafür ein, was vielleicht auch der Grund ist, warum zum Thema Floorbed kaum deutsche Seiten zu finden sind. Nach Montessori schränkt ein Gitterbett das Kind in seiner Selbstständigkeit ein, da es nicht selber entscheiden kann, wann es ins Bett geht bzw. aufsteht. Montessori FloorbedFür uns persönlich hat es aber eher praktische Gründe. Der Krümel kam auch ganz gut aus seinem Gitterbett, aber es war doch umständlicher. Außerdem ist der Krümel ein echt wilder Schläfer und ist ständig an die “Wände” des Gitterbettes gestoßen.

Nun haben wir dem Krümling einen schönes Floorbed im Kinderzimmer eingerichtet. Und soweit läuft es ganz gut. Sie legt sich freiwillig in ihr Bett und schläft Mittags zuverlässig ihre 1,5 – 3 Stunden darin. Nachts kommt sie gerne mal rüber ins Schlafzimmer, lässt sich aber wieder in ihr Bett bringen und mit ein bisschen Begleitung schläft sie dort auch weiter. Allerdings machen wir uns keinen Stress, sollte sie nicht in ihrem Bett weiterschlafen, darf sie nach wie vor zu uns ins Bett. Zur Zeit schlafe ich dann manchmal neben ihr weiter, damit sie sich daran gewöhnt die ganze Nacht in ihrem Bett zu schlafen. Aber wie gesagt ohne Stress – ich weiß ja nicht, wie es Krümel geht, aber manchmal finde ich es schon blöd, dass Krümelpapa und ich die Nacht nebeneinander verbringen “dürfen” und das kleine Krümelbaby alleine schlafen soll. Deswegen fehlt es mir da vielleicht auch ein bisschen an überzeugender Einstellung ;).

Das waren nun die ersten kleinen Montessori-Schritte in unserem Heim. Die ersten “Montessori-Spiel-Ideen” halten nun langsam Einzug und das sind wirklich Dinge, die den Krümel lange und intensiv beschäftigen…Ich gebe mir Mühe diesmal nicht so lange mit dem Bericht zu warten ;P

Bis dahin.

Julia.

3 Comments

  1. Elena Laffranchi

    Es gibt ja ganz viele, toll gestaltete blogs, unter anderem über die Kinder-Begleitung nach Maria Montessori. Aber oft findet man selber kaum die Zeit, all das nachzumachen.
    An Deinem Blog gefiel mir, dass es auch ganz einfach geht, in kleinen Schritten und ohne allzu grosse Ansprüche. Das macht mir Mut, es bei uns zuhause ganz unkompliziert auch immer wieder zu versuchen.
    Vielen Dank!

    Elena

  2. Pingback: Schlaf, Kindlein, Schlaf!

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