Wie ich Maria Montessori traf.

Montessori
Backen nach Montessori

Klar ist mir Montessori schon früher ein Begriff gewesen. Ich muss allerdings gestehen, dass die Montessori-Pädagogik für mich bis dato etwas sehr Abstraktes war, in meinen Augen ähnlich geschellschaftsfern wie die Waldorf-Pädagogik. Mit letzterem habe ich mich noch nicht wirklich beschäftig, sondern ich bin hier ganz ehrlich von der allgemeinen Meinung beeinflusst (Namen tanzen und so). Ich möchte die Waldorfpädagogik deshalb auf keinen Fall kritisieren.

Doch zurück zu Maria Montessori. Getroffen habe ich Sie natürlich aufgrund meines Krümels. Krümel fand, der Kita sei Dank, extrem viel Gefallen am Händewaschen. Tja in der Kita ist ja alles toll auf die Kleinen abgestimmt mit niedrigen Waschbecken und so – zu Hause leider nicht. Unser Kompromiss war, dem Krümel mit der Duschbrause die Hände zu waschen. Nicht so optimal. Also befragte ich das Google-Orakel, um die Händewasch-Situation irgendwie zu verbessern.

Dabei landete ich auf einigen wundervollen Blogs. Dort gab es großartige, überaus kreative und liebevoll selbstgebaute Kleinkindwaschtische. Sofort war ich Feuer und Flamme, auch wenn wir im Bad wirklich absolut keinen Platz für einen eigenen haben – außer auf dem Wannenrand, dafür jedoch ist der Krümel noch zu klein. Was alle besuchten Blogs gemeinsam hatten war eben Maria Montessori. Grund genug sich mit Maria näher auseinander zu setzen.

Die Essenz der Montessori-Pädagogik

Ich möchte hier keinen Vortrag über das Leben und Wirken von Maria Montessori halten oder euch haarklein ihre Grundsätze vermitteln. Ich möchte euch nur eine Essenz wiedergeben, die mich absolut gefangen genommen hat und sich einfach richtig anfühlt. An dieser Stelle zitiere ich mal Wikipedia:

„Die Montessorimethode konzentriert sich als Pädagogik auf die Bedürfnisse, Talente und Begabungen des einzelnen Kindes. Das Leitmotiv der Methode ist die Pflege der natürlichen Freude des Kindes am Lernen. Nach Montessori stellt diese Freude am Lernen einen Kernbestandteil des Wesens eines jeden Kindes dar. Mit Respekt und Achtung unterstützt und angeleitet, führt sie zu einer Entwicklung einer in sich ruhenden und ausgeglichenen Persönlichkeit. Für Maria Montessori war es vorrangig, dem Kind die Möglichkeiten zu bieten, sich in einer vorbereiteten Umgebung, die an seine psychischen Bedürfnisse angepasst ist, mit allen seinen Sinnen zu entfalten.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Montessoripädagogik

Oder anders gesagt: Hilf dem Kind, sich selbst zu helfen.

Händewaschen nach Maria Montessori

Und was hat das nun mit dem Händewaschen zu tun? Grob gesagt: Unsere alltägliche Umwelt ist nicht gerade kinderfreundlich. Wir arbeiten an hohen Küchenarbeitsplatten, sitzen an hohen Tischen auf großen Stühlen. Ein Kleinkind kann kaum selbstsändig aufs Klo gehen oder sich an unseren hohen Waschebecken die Hände waschen. Montessori ist nun darauf aus dem Kind eine Umwelt anzubieten, in der es seine Selbstständigkeit erproben kann. Eben in diesem Fall ein Waschbecken, wo es das Händewaschen ohne Hilfe der Eltern meistern kann.

Das versuchen wir seitdem in unserem Alltag umzusetzen, allerdings nicht so ganz 100% – Nicht weil wir es nicht wöllten, sondern weil es momentan einfach die Zeit nicht erlaubt neben Job, Familie, dem Nähen und dem Blog, tiefer in die Materie einzutauchen.

Demnächst werde ich euch einige kleine Baustellen zeigen…

Bis dahin.

Julia.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Ich stimme den Datenschutzeinstellungen nach DSVGO zu.