Meine bisherige Reise durch die Schnittmuster

Meine bisherige Reise durch die Schnittmuster

Mein Blögchen ist ja nun noch ein klitzekleines Baby  quasi ein Neugeborenes. Mein Hobby Nähen ist im Vergleich dazu schon fast ein Kleinkind. (Und um bei der Metaphorik zu bleiben bin ich momentan mit vielen neuen Ideen schwanger – davon bald mehr ;)). Aber jeder fängt mal klein an und so war e auch bei den Schnittmustern und meinen ersten Versuchen.

Ich habe natürlich schon vor meinem Blog genäht und dabei sind teils wundervolle (wenn auch [noch] nicht ganz perfekte) Teilchen entstanden. Jedes einzelne wäre quasi einen Blogeintrag wert, aber aufgrund der Länge der aufzuarbeitenden Nähvergangenheit habe ich mich für einen einzelnen Sammelbeitrag entschieden, der auch ganz gut umreißt, wie sich alles entwickelt hat – Schnittmuster für Schnittmuster.

Wie ich zum Nähen kam.

Wie bei vielen der überaus kreativen und talentierten Mädels da draußen, war der Auslöser für meine Nähbegeisterung – Tadaaaa – mein Baby. In meinem Fall der/die/das Krümel. Allerdings kann ich schon seit mittlerweile fast 20 Jahren eine Nähmaschine bedienen, also seit wir einen Nähmaschinenkurs in der Schule hatten. Das fand ich soooo toll, dass ich damals unbedingt eine Nähmaschine haben wollte und sie letzendlich auch bekam. So wirklich was genäht, habe ich glaube ich aber nie, zumindest kann ich mich nicht dran erinnern. Später versuchte ich Hosen umzunähen und Gardinen zu kürzen – bei beidem scheiterte ich mehrmals grandios. Es setzte sich also der Gedanke fest: Nähen ist schwer, ich kann das nicht.

Ich glaube es war so um den Jahreswechsel 2013/14 als bei Löckchenzauber der Nähwahn ausbrach. Es war erstaunlich wie schnell Julia Fortschritte machte und ihre Mia in zauberhafte Eigenkreationen steckte. Sie vermittelte als totale Anfängerin so eine Euphorie, dass mich der Ehrgeiz packte und ich den Staub von meiner Nähmaschine pustete.
Ich war total begeistert, wie einfach das Kleidungnähen war, wie schnell man sein Ergebnis in den Händen hält und wie viel Stolz und Freude man empfindet – ganz anders als beim Gardinen kürzen :P.

Das erste Schnittmuster, was ich übrigens umsetzte, war ein Wendestrampelsack.

Schnittmuster um Schnittmuster folgten.

Nun trug es sich zu, dass wir zu begeisterten Stoffwindlern wurden. Stoffwindeln bedeuten bei allem Fortschritt dennoch einen dickeren Windelpo als es je bei Wegwerfwindeln der Fall sein könnte. Und die heutigen Kleiderauswahl in einschlägigen Klamottenläden brachte mich immer zur Verzweifelung – kaum eine dieser verd**** Hosen passte über den knuddeligen Stoffipopes meines Krümlings.

Es folgte also als nächstes eine Hose nach dem Schnittmuster Frida von Milchmonster. „Leider“ habe ich diese aus nicht-dehnbarem Material genäht, so dass sie nicht über den Stoffipopes passte. Daher habe ich die Nächste gleich eine Nummer größer genäht, dann gings.

Ich werde mutiger bei der Auswahl der Schnittmuster

Mutig geworden, folgte als nächstes Projekt eine Wendehose aus Jersey für Krümels beste Freundin. Wow, dass war ein Gefummel. Beinahe hätte ich die Nähmaschine wieder an die Nadel äh den Nagel gehängt, aber das Ergebnis überzeugte mich. Leider war die Hose schon etwas zu kurz :(. Ach, das war übrigens mein erster Kontakt mit Jersey.
Zwischendurch gab es noch eine Wickelunterlage und ein Ärmellätzchen aus beschichteter Baumwolle, bevor ich mit dem Bodykleid von Schnabelina begann. Das war natürlich bereits um einiges umfangreicher als eine Frida. Das Bodykleid war fast perfekt – bis auf den Halsausschnitt. Ich hatte versucht Jersey mit Baumwollschrägband einzufassen, dadurch wurde der Ausschnitt natürlich viel zu groß. Ich finde es übrigens ganz toll, was Schnabelina so kostenlos an Schnittmustern zur Verfügung stellt und dann noch in dieser Qualität. Deswegen habe ich gleich noch einen Trotzkopf hinterher genäht.

Im gleichen Atemzug nähte ich auch meine erste Jersey-Frida und die Buxe „Hausgemacht“ von Villa Fadengrün, die echt jedem Hintern passt! Es folgten einige Raglanshirts nach dem Schnitt von Mamahoch2 – eins davon habe ich als Tunika-Variante mit Kängurutasche genäht. Aber ich begang wieder den gleichen Baumwollfehler – wie soll ein Kind von nicht mal 1,5 Jahren da rein und raus kommen :P…einige Monate später war die Tunika dank Reißverschluss nutzbar.

Vielleicht bin ich schon Schnittmuster süchtig

Ich wurde ambinionierter und erwarb drei Ebooks/Schnittmuster von rosarosa: Die Feli, die Mieze und die Knickerbocker. Leider habe ich bisher nur die Knickerbocker – die dafür aber mehrmals – genäht.
Danach bin ich den Kinderschuhen endgültig entwachsen – meine erste KnickPant von Nanoda war ein ganz anderes Level, ebenso die wundervolle Svenna von Meine Herzenswelt. Etwas Verbesserungspotential hatte dann meine Westenversion von Schnabelinas JaWePu…aber die ist echt fummelig und eine Herausforderung für Reißverschluss-Anfänger 😛

Zur Zeit liegt hier eine zugeschnittene Mia(&Mo) von Piccola Loona rum. Dieses Schnittmuster, ebenso das Schnittmuster der Svenna und der KnickPant habe ich mir eigentlich nur wegen der tollen Modelle von TollKind gekauft. Ich liebe ihren besondern, aber zurückhaltenden Stil. Und geplant sind demnächst: Eine Feli, eine Mieze, eine neue Svenna und eine LetzKnöpf von Rosile. Der Stoff ist bestellt. Die Ovi und die Nähmaschine stehen parat.

Ich bin noch lange nicht perfekt, aber ich entwickle mich ständig weiter. Aber das kann man meines Erachtens nur, wenn man sich herausfordert. Eine Frida, die „Hausgemacht“ oder die Knickerbocker von rosarosa sind super Schnittmuster für Anfänger und ganz Tolle dazu, aber so richtig was gelernt, habe ich erst mit den schwierigeren, fummeligen aber auch variableren Schnittmustern wie Svenna und KnickPant. Oh und ich muss noch einiges lernen :P…

One Comment

  1. Pingback: Schnittmustersuche für die Weihnachtsnäherei - Stoffkrümel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Ich stimme den Datenschutzeinstellungen nach DSVGO zu.