Fünf Tipps, um Ordnung vorzutäuschen.

Kennt ihr das, zu Hause geht es mal wieder drunter und drüber. Überall steht Geschirr rum, Kleiderberge hängen auf den Stuhllehnen und Spielsachen pflastern die Wege durch die Wohnung. Und dann kommt der SuperGau – es hat sich Besuch angekündigt. Ein kurzer Rundumblick durch die Wohnung und Verzweiflung und Scham kriechen in unseren Kopf. Aber das muss nicht sein. Mit wenigen Handgriffen kannst du ein Mindestmaß an Ordnung vortäuschen. Also gerade so viel, dass Scham und Verzweiflung sich wieder verkriechen.
Und eigentlich sind das auch ganz gute Tipps für den Alltag, dann kann der Besuch sogar unerwartet vor der Tür stehen, ohne dass sich auch nur eine Schweißperle auf eurer Stirn bildet.

1. Drei Räume für ein Hallejuja

Sagen wir du hast Maximum 20 Minuten bevor es an der Tür schellt. Natürlich reicht diese Zeit nicht, um einen Großputz zu starten. Daher empfehle ich: Beschränke dich nur auf die drei Räume, in denen dein Besuch sich höchstwahrscheinlich aufhalten wird. Welche das sind? Küche, Bad und Wohnzimmer. Und ja, ich weiß, das Kinderzimmer ist bestimmt das chaotischste von allen, aber keiner erwartet, dass es dort tagsüber instamässig aussieht (auch nachts nicht). Die Tür zum Schlaf-/Gäste-/Arbeits- und Wasweißichzimmer bleibt einfach zu. Wir täuschen also Ordnung nur in diesen drei Räumen vor und erklären die anderen zum Sperrgebiet.

2. Sammle alles Geschirr ein.

Fangen wir einfach an. Lauf durchs Haus/die Wohnung und sammle alles an Geschirr ein was du finden kannst. Bringe es in die Küche und räume es in den Geschirrspüler. Ist dieser voll, dann räume ihn aus und dann wieder ein. Das ist übrigens etwas, wo sich gern die restlichen Familienmitglieder beteiligen können. Mit etwas Eile schaffen wir das in 10 Minuten. Wie du hast keinen Geschirrspüler? Eine erschreckende Vorstellung für mich, aber kein K.O.-Kriterium. Räum das saubere Geschirr in den Schrank. Lass Wasser in den Spüle, Spülmittel rein und soviel Geschirr wie sinnvoll rein passt. So kann es einweichen während wir uns schonmal um andere Dinge kümmern, z. B. um das Bad. Aber halt, wir wischen noch schnell über die Küchenarbeitsplatte. Und weiter geht’s. Freie und saubere Arbeitsplatten täuschen am Besten Ordnung und Sauberkeit vor.

3. Das Nötigste im Bad säubern.

Ich geh mal davon aus, dass ihr selten Besuch habt der bei euch duschen/baden will. Also keine Mühe mit Wanne oder Duschwand schruppen. Konzentrieren wir uns auf die wichtigen Dinge. Das Waschbecken und das Klo. Dafür habe ich jeweils einen Lappen, den ich im Bad aufhebe (und auch regelmäßig wasche). Mit einem Lappen und vielleicht ein bisschen Badreiniger wische ich das Waschbecken sauber und poliere den Wasserhahn (das kannst du auch in der Dusche und Badewanne machen, wenn wir schon mal dabei sind. Mit dem anderen Lappen säubere ich das Klo –den Deckel, die Brille und auch den Breich hinter dem Klodeckel abwischen. Im Idealfall werfe ich noch einen Kloreinigungstap ins Klo oder ich schruppe nur mit der in Allzweckreiniger getränkten Klobürste das innere der Schüssel sauber. Mit Bad reiniger sprühe ich die Brillen von unten ein und wische sie nach kurzem Einwirken sauber. Mit ein bisschen Klopapier wischst du durch die Ecken, um die Haar aufzusammeln, die da so rum liegen. Zeitaufwand ca. 5 Minuten.

4. Alles was rumliegt, muss weg!

Schnapp dir einen Wäschekorb, gehe durch alle drei Räume und sammle ein: Zeitungen und Zeitschriften (außer du willst sie liegen lassen, um weltgewand rüberzukommen), sonstiges Papier, Spielsachen, Müll und alles was eben rumliegt, obwohl es da nicht hingehört. Den Korb nimmst du und versteckst ihn in einem der “geschlossenen” Räume und dort, wenn möglich in einem Schrank (nur um sicher zu gehen). Der Vorteil, wenn du es später wieder rausholst, kannst du es gleich richtig aufräumen. Nun schnappst du dir noch alle Klamotten, die du finden kannst und wirf sie in die Wäsche. Ist der Wäschekorb schon voll, kannst du alles überschüssige ebenfalls verstecken oder gleich eine Maschine anstellen.

5. Bonusaufgaben, wenn noch Zeit ist.

Dein Besuch ist erst in 30 Minuten da? Wunderbar, dann haben wir noch Zeit schnell in den Räumen etwas zu saugen – nur grob nicht perfektionistisch. Jetzt kommt noch die Kür. Schnapp dir den Staubwedel und weddle über die Oberflächen. Auch hier bitte kein Perfektionismus. Was immer gut kommt, sind frische Blumen auf dem Esstisch, den wir eben auch schnell noch mal abwischen. Das wirkt immer aufgeräumt und einladend. Ach und dein Geschirr in der Spüle habe ich nicht vergessen. Das wäschst du jetzt ab. Klingelt der Besuch schon, sagst du nonchalant, ach da bist du ja schon, entschuldige, ich wasche gerade noch ab.

Du siehst, wie viel man in kurzer Zeit so hinbekommt. Mit kleinen Handgriffen kannst du dein tägliches Chaos in ein vorzeigbares Zuhause verwandeln. Selbst, wenn sich kein Besuch ankündigt: Täusche ein ordentliches Zuhause vor bis du dazu kommst mal wieder richtig sauber zu machen. Das wirkt sich auch positiv auf dein Stresslevel aus. Und sind wir mal ehrlich, welche Mama ist nicht manchmal am rande des Wahnsinns, ob des Chaos, dass eine Familie eben mit sich bringt. Vielleicht täuscht die Mama des besten Kitafreundes auch nur Ordnung vor. Schau doch mal heimlich ins Schlafzimmer 😛

Was machst du, wenn sich kurzfristig Besuch ankündigt? Fängst du an zu Wuseln oder ist es dir egal, weil es bei dir a) immer ordentlich ist oder b) dir egal ist, was andere von deinem Chaos halten. Also fühlst du dich überhaupt genötigt Ordnung vorzutäuschen. Bitte gern in die Kommentare.

Liebe Grüße

Julia

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