Pauli und Freunde für immer – zwei komplette Outfits bitte!

Ich muss euch erst mal für die mageren Zeiten hier um Entschuldigung bitten. Irgendwie war ich völlig gefangen im Geburtstagsvorbereitungs-, -feier- und -nachbereitungsstress…jetzt legt sich der Puls langsam und ich kann meinen geregelten Biorhythmus wieder aufnehmen. Das heißt für euch, dass es hier zukünftig wieder mehr zu lesen gibt *jiphhhie*

Also fangen wir doch gleich mal an…

Von dem tollen und super variablen Schnitt JustMe von Nanoda hatte ich euch ja schon berichtet. Ich wiederhole mich zwar, aber mit jedem genähten Teil entwickelt sich dieser Schnitt für mich mehr und mehr zu einem „Must Have“.
Mein JustMe aus dem „Freunde für immer“-Stoff hatte ich euch ja schon gezeigt. Der Plan war, mit diesem wunderschönen und hochwertigen Stoff ein komplettes Outfit zu nähen. Da kam es gerade recht, das ich beim Gewinnspiel von NipNaps und ihren Probenähmädels das Schnittmuster für die Luck*ees gewonnen hatte. Abgerundet wurde das Outfit dann mit dem Wasserfallhalstuch von „Am liebsten Sorgenfrei“ und dem Schirmbeanie Jelle von MeineHerzenswelt.

Dann trug es sich außerdem zu, dass meine liebe SchwieMu – unter ganzem Einsatz – einen halben Meter des neuen Pauli-Stoffes von Stoff&Stil für mich ergattert hat. Aus diesem halben Meter des kleinen Maulwurfs sollte dann natürlich auch so viel wie möglich entstehen. Also warum nicht das Gleiche noch mal: Ein JustMe-Shirt, eine Luck*ees-Hose, eine Jelle-Shirmbeanie und ein Wasserfallhalstuch…

Aber der Reihe nach…

JustMe mit Knopfleiste und Kragen für Pauli

Also wie gesagt, meine „Freunde für immer“-Variante habt ihr ja schon gesehen: Doppelärmel, eine Fakepaspel auf Unterbrusthöhe und der runde Saumabschluss als Highlights.

Nun wollte ich mich mit dem Pauli-Stoff mal an etwas Schwierigeres trauen. Das Pauli-Shirt sollte ein Polo werden, also mit Knopfleiste und Kragen. Zuerst musste ich aber erst mal einen passenden Kombistoff für Pauli finden. Das war fast noch schwieriger, als Knopfleiste und Kragen zusammen. Und hier empfehle ich ausdrücklich den Kombistoff vor Ort zu kaufen und ein Stück Pauli mit zu nehmen. Nach einem Internet-Fehlkauf bin ich letztendlich doch nach Feierabend schnell zu Karstadt gefahren, wo ich echt über die teilweise doch ganz akzeptablen Stoffpreise erstaunt war. Nachdem ich den Pauli-Stoff an jeden erdenklichen braunen und lilalen Stoff gehalten habe, ist es letztlich ein dunkellila Baumwolljersey geworden – sehr feste und nur mässig dehnbare Qualität.

Ich werde euch jetzt nicht im Einzelnen erklären, wie Knopfleiste und Kragen an das Shirt kamen. Nur so viel: Ja, ich habe geflucht – meistens über meine nicht ganz so genaue Arbeitsweise – aber schlussendlich, war es gut machbar und das Ergebnis überzeugt mich für den ersten Versuch vollends. Ihr seht, schon wieder ein Grund sich das eBook zu JustMe zu zulegen. Knopfleiste (auch auf der Schulter) und Kragen sind so super beschrieben, dass ich es gleich beim ersten Mal hinbekommen habe und zwar ganz ohne Wutanfall!!

Luck*ees oder das kann doch nicht wahr sein!

Ich sage es vorab und gerade heraus: Das Kind ist zu kräftig für Standardmaße!! Den Prozess bis die erste tragbare Luck*ees fertig war, würde das Krümelkind wohl wie folgt beschreiben: Krümel, kriegt Krise!

Was mir bei der Luck*ees gleich besonders gut gefallen hat, ist der tiefe Schritt und das enge Bein. Der tiefe Schritt garantiert, dass auch ein dickes Stoffwindelpaket reinpasst und die engen Beine sind mal eine schöne Abwechslung zu den ganzen weiten Pumphosen. Leider hat es nicht geklappt mit dem Probenähen (hier wäre es für meine Belange echt mal praktisch gewesen), aber entschädigt wurde ich dann, als ich glücklicherweise zu den Gewinnern der Luck*ees-Verlosung gehörte.

Nun zu meiner Luck*ees-Odysee, die ich aber, das will ich nicht unerwähnt lassen, selbst verschuldet habe. Dass die Luck*ees eng sitzen wusste ich, dass mein Kind kräftiger ist als das Durchschnittskind wußte ich auch, trotzdem habe ich die erste Luck*ees ohne Anpassung aus nicht dehnbarem Stoff genäht – an dieser Stelle, stelle man sich mich vor, wie ich den Kopf auf den Tisch knalle, ob meiner mangelnden Weitsicht. Um das hübsche Höschen noch zu retten, habe ich an der Seite Streifen aus dehnbarem Sweat eingenäht und trotzdem war an den Oberschenkeln Schluss… Das Ende vom Lied ist, dass das Kind nun eine hübsche kurze Hose hat.

Nummer zwei dann also aus Sommersweat (ha, dehnbar!) und dem „Freunde für immer“-Stoff – das sitzt knackeeng, aber passt. Nur, auch diese Hose ist nichts für die Kita, weil das Kind da (noch) nicht allein raus und reinkommt. Nichtsdestotrotz sollte es eine Luck*ees aus nichtdehnbarem Material sein. Die Wahl fiel auf Jeans. Das passt immer, auch zu dem schwer kombinierbaren Pauli-Stoff. Diesmal habe ich sogar mit Zugabe zugeschnitten, aber schon beim „Anprobieren“ festgestellt, dass es nicht passen wird. Also habe ich an den Seiten noch mal einen 5 cm Stoffstreifen eingenäht. Jetzt passt es und es sieht auch noch aus wie gewollt …wie ihr seht habe ich mich bei allen Hosen ideenmäßig beim Täschling bedient und den vorderen Bereich abgesetzt.

Jelle auf dem Kopf und ein Wasserfalltuch um den Hals

Um beide Outfits zu komplettieren, traf es sich hervorragend, dass ich den „Zuschlag“ für zwei weitere Probenähen bekam. Zum einen für das tolle Wasserfallwendehalstuch von Am liebsten Sorgenfrei und den super praktischen Schirmbeanie Jelle von MeineHerzenswelt.

Zu beidem kam ich eigentlich wie die Jungfrau zum Kind, wie man so schön sagt. Eigentlich hatte ich mich bei MeineHerzenswelt für das Probenähen zur Neuauflage von Bjerre beworben und wurde leider nicht genommen…aber Ilona schrieb mich an, dass sie mich gern genommen hätte, aber es bei Bjerre schon so viele sind, ob ich nicht Lust hätte bei der Neuauflage von Jelle mit zu wirken…Na und ob! Im Nachhinein eigentlich super, da ich ein großer Beaniefan bin!

Jelle ist sowieso prima. Langsam wird es Frühling, es ist noch etwas frisch, aber die Sonne scheint teilweise schon ordentlich – dank des Schirms bleiben die Augen im Schatten. Das finde ich großartig! Ich habe zweimal die Variante zum Wenden genäht, einfach damit es zu mehreren Outfits passt. Das heißt also einmal: Pauli/lila und einmal: Freunde für immer/gestreift. Das Schild einzunähen, war beim ersten Mal schon recht tückisch, aber schon beim zweiten Mal ging es viel besser. Ich habe das Schild aus Moosgummi gemacht, aber das ist nicht fest genug, also empfehle ich, sich an die Angaben im eBook zu halten.

In das Probenähen für das Wasserfallhalstuch für Am liebsten Sorgenfrei bin ich eigentlich eher durch Zufall gerutscht. Als ich den Aufruf gesehen habe, war die Bewerbungsfrist eigentlich schon vorbei, aber Sabrina suchte im Nachgang noch ein paar Leute zur Verstärkung. Da habe ich ganz laut HIER geschrien und wurde erhört.

So ein Halstuch ist ja an sich nichts besonderes, aber bei diesem hier, gibt es schon einige Finessen: Es ist a.) zum Wenden und b.) gibt es eine glatte und eine Wasserfallseite und c.) kann man es zum Binden oder zum Knöpfen nähen und d.) stehen euch drei verschiedene Größen zur Verfügung!

Was passte also besser zu Jelle als ein Halstuch zum Wenden? Arsch auf Eimer, sag ich nur!

Das Halstuch ist so schnell genäht, dass ich insgesamt gleich 6 Stück aus verschiedenen Materialien genäht habe, quasi passend zu den gängigsten Outfits: Kuschelfleece/Jersey, Cord/Jersey, Baumwolle/Jersey und Jersey/Jersey …Für die Wasserfallseite empfehle ich übrigens Jersey, weil das am besten fällt.

Und auch davon noch ein paar Impressionen:

Und nun das ganze auch noch mal im Gesamten

Soooo das war es erstmal für heute – reicht ja auch!

bis bald

Julia.

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