Schlaf, Kindlein, Schlaf!

ich bin gerade so begeistert von meinem kleinen, großen Krümel, dass ich euch darüber einfach mal berichten muss. Ich hoffe, dass es damit nicht gleich wieder hinfällig ist (Murphy’s Gesetz und so), aber zumindest weiß ich jetzt, dass es möglich ist.

Aber fangen wir von vorne an.

Schlaf - Kleinkind

Babyjahre

Traut man den vielen Erzählungen, dann schlafen Neugeborene ja gefühlt den ganzen Tag. Nein im Ernst, wahrscheinlich schlafen Neugeborene wirklich viel, aber der Krümel war gefühlt immer wach. Es war damals, wie es heute noch ist: Ja nix verpassen, auch wenn sie dann nicht so ganz wusste, wohin mit den ganzen Eindrücken.

Was immer ganz gut funktioniert hat: Einschlafstillen. Damit schlief sie tagsüber so ziemlich alle zwei Stunden für exakt 40 Minuten. Meistens saß ich dann da: Kindchen schlafend auf dem Stillkissen, Mama surfend mit dem Tablet. Hab ich sie im Bett einschlafgestillt, dann konnte ich mich frühestens nach 20 Minuten entfernen (für weitere 20 Minuten). Nachts folgte dann ein stetiger Wechsel zwischen Schlafen und Stillen – mal mit längeren (2 Stunden), mal mit kürzeren Schlafphasen (40 Minuten). Achso übrigens von Anfang an im Familienbett, ab und zu auch im Beistellbett.

Etwas Positives muss ich jedoch anmerken: Die ersten 17 Wochen schlief das Kind des Nächtens zuverlässig sieben Stunden am Stück!

Mmmmh eigentlich war das Einschlafen als Baby gar nicht so schlimm, nur ein bisschen anstrengend, da es größtenteils nur mit mir ging.

Schlaf-3

Vom Baby zum Kleinkind – eigenes Zimmer, eigenes Bett.

Das Krümelbaby wurde zum Kleinkind, kam in die Kita und schlief im eigenen Bett bei uns im Schlafzimmer und kam irgendwann in der Nacht zu uns ins Bett gewatschelt – nachdem sie sich erfolgreich im Halbschlaf durch die Gitterstäbe gequetscht hatte. Da hatten wir übrigens auch eine kurze Phase, wo wir sie mit Flasche ins Bett gelegt haben und rausgehen konnten.

Aber auch sonst funktionierte das ganz gut und wäre vielleicht heute noch so, wenn ich mir nicht mein Nähreich im Schlafzimmer eingerichtet hätte. Da ich ja nur abends, wenn der Keks schläft, nähen kann, wäre das natürlich kontraproduktiv gewesen.

Also richteten wir dem Krümelkeks ein Bett in ihrem Zimmer ein. Es sollte ein Floorbett werden, damit sie möglichst einfach rein und rauskommt und nachts weiterhin zu uns in Bett kommen konnte. Außerdem kann man so viel besser kuscheln!!! Der Plan funktionierte ganz gut und alle bekamen genug Schlaf. Der Knackpunkt:…

Das Einschlafen

Nachdem wir mit der nächtlichen Schlafsituation alle recht zufrieden waren und noch bevor der Umzug ins eigene Zimmer kam, kam das Abstillen. Zu diesem Zeitpunkt wollte das Krümelkind eh nur noch nachts gestillt werden und eben zum Einschlafen. Nun hatte ich gerade wieder angefangen zu arbeiten, schon suchte mich eine richtig fiese Erkältung heim. Ich verkrümelte mich also nachts aufs Sofa und hustete und schniefte vor mich hin. In dieser einen Woche lernte der Krümel ohne Brust einzuschlafen und auch beim nächtlichen Aufwachen ohne sie wieder in den Schlaf zu finden. Als Ersatz diente allerdings eine Flasche Milch – bis heute. Damit zog sich natürlich das Einschlafen hin – ca. 1 Stunde dauerte es zu diesem Zeitpunkt. Später gab es mal eine Phase, da dauerte es nur 30 Minuten…

Ganz schlimm, oder sagen wir lieber anstrengend, wurde es vor Kurzem, als Krümel scheinbar unterbewusst registrierte, dass da eine große Veränderung ansteht. Zwei Stunden dauerte es – daneben liegen bleiben, Händchen halten und kuscheln – nur die Mama, nicht der Papa. Meistens schlief ich eher als das Kind…was mich allerdings wieder richtig gereizt machte, da ich ja meine kindfreie Zeit verschlief (weswegen ja auch nähtechnisch in letzter Zeit nicht viel los war).

Dann vor ca. zwei Wochen kam die erste Veränderung: Sie darf zum Einschlafen „Leo Lausemaus“ hören und in Folge dessen, durfte ich immer mal den Raum verlassen – mit dem Versprechen wieder zu kommen. Das nutzte ich zum Haare waschen, Wäsche abnehmen, Trockner ausräumen etc. Rief sie mich, ging ich hin und auch sonst hielt ich mein Versprechen und schaute noch mal nach ihr.

Immer häufiger, immer länger durfte ich den Raum verlassen. Das war schon besser, aber noch nicht ideal, denn es dauerte immer noch ca. zwei Stunden bis sie endlich schlief – dementsprechend anstrengend war auch das Aufstehen morgens.

Schlaf-2

Vor einer Woche habe ich das Kinderzimmer umgeräumt (vielleicht hat das Feng Shui-mässig was gebracht) und wir haben die Regel eingeführt nur noch zwei Folgen „Leo Lausemaus“ statt Einschlafdauerberieselung. Drei Tage war sie furchtbar wütend, wenn ich nach zwei Folgen ausmachte. Das wurde aber von Abend zu Abend erstaunlich schnell weniger.

Seit Anfang der Woche möchte sie, dass wir im Wohnzimmer bleiben und geht alleine ins Bett – wohl in der Hoffnung dort in Ruhe „Leo Lausemaus“ anhören zu können. *Hehe* Trotzdem machen wir nach zwei Folgen aus. Dann gibt es wieder einen Wutanfall – was ihr gutes Recht ist. Ich lasse sie wütend sein, ich verstehe ihren Unmut ja. Danach legt sie sich wieder hin und wir kuscheln noch so 10 Minuten. Ich sage ihr dann, dass ich jetzt wieder ins Wohnzimmer gehe, sie mich aber rufen kann, wenn was ist. Und…. das wars! Kind schläft! Immer häufiger bleibt sie übrigens die ganze Nacht in ihrem Bett oder kommt erst recht spät zu uns. Heute kam sie allerdings schon halb eins ;-).

So finde ich die Situation wunderbar. Ich bin ehrlich: Ich vermisse meinen Krümel sehr, wenn sie die ganze Nacht nicht zu uns kommt ;). *Glucke und so* Aber bald habe ich ja ein neues „Opfer“ und das kann nicht weglaufen *harhar*…Aber ich denke, dass dann auch der große Krümel wieder häufiger zu Gast sein wird. Dann wird es ganz schön voll im Bett…Papa, Mama, Krümel, Krümelchen und Emil Katerkind. Na mal sehen, wer da freiwillig zuerst auszieht. 😉

Bis bald

Julia.

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