Schnittmustersuche für die Weihnachtsnäherei

So mal wieder sind die Geschenke verteilt und ich kann euch zeigen, was ich in der letzten Woche produziert habe. Ich verschenke ja eigentlich nicht gern ungefragt was Selbstgenähtes…ääähm auch wenn ich das jetzt schon dreimal gemacht habe. *Haha* Aber zu Weihnachten erhielt ich von meiner Schwägerin die Erlaubnis. Ungefragt hätte ich ihr bzw. ihrem Theodor aber definitiv nix genäht, da sie ja selber eine Nähnudel ist. Da erschien mir das irgendwie unnötig 😀 Klar hätte es auch Spielzeug sein können, aber da war ich diesmal total überfordert. Früher habe ich immer verschenkt, was mir sinnvoll erschien und mir selber gefallen hat. Krümel und ihr Cousin sind nur ca. 2,5 Monate auseinander, das sollte es ja eigentlich noch einfacher machen. Aber bei uns quillt der Haushalt bereits über vor Spielzeug, weil ich immer denke, och das könnte dem Krümel Spaß machen oder das oder das…und am Ende spielt sie doch nur mit einigem wenigen.

Schlafi und Pullover – die Schnittmustersuche beginnt

Schnittmuster: Bonny|Nanoda u. Raglanshirt|Mamahoch2Deswegen war ich ganz dankbar über die Erlaubnis etwas zu nähen. Schlafi und Pullover waren gewünscht. Da passte es doch wunderbar, dass ich bei Mathila das Ebook “Ernst” gewonnen habe. Das ist, finde ich, auch mal ein richtiger Jungenschnitt, obwohl der Schnitt natürlich auch für Mädchen geht. Aber Schnittmuster für Jungen sind im Vergleich zu denen für Mädchen eher rar gesät – finde ich zumindest. Der Pulloverschnitt war also gefunden. Blieb noch der Schlafanzug. Klar gibt es Schnittmuster direkt für selbige, aber das wäre ja langweilig – gerade wo ich so viel Gefallen daran gefunden habe ein bisschen an Schnittmustern rum zu basteln. Als Oberteil fiel mir sofort das Raglanshirt von Mamahoch2 ein. Mal wieder. Langsam gehört es wohl zu meinem Standard-Reportoire. Mein letztes Mamahoch2-Raglanshirt war ja der für den anderen Theodor. Ich finde übrigens das Verhältnis von Ärmel zu Rest sehr gut, eben gerade das was einen Raglanschnitt ausmacht – vor allem in Hinblick auf die Stoffkombination. Für die Hose war auch schnell klar: Die Boony von Nanoda sollte es werden. Ich mag das Schnittmuster sehr. Die Hose sitzt eher eng und ist eine schöne Abwechslung zu den vielen pumpigen Schnittmustern – vor allem aber passt das natürlich besser für einen Schlafi. Ach warte, die hatte ich ja auch schon für den “kleinen” Theodor genäht. Eine richtige Theodor-Kombi also :D!

“Ernst” – ein Schnittmuster mit V

Fangen wir beim Pullover und seinen Tücken an. Bei der Stoffauswahl fiel mir ein Schätzchen in die Hände, das schon eine Weile auf Schnittmuster: Ernst|Mathilaseinen Einsatz wartete. Den habe ich von Buttinette, musste ich haben, war so schnuckelig. Wie ihr seht, kleine Rehe, Rentiere oder nennen wir es einfach zur Familie der Hirsche gehörend. Und hey, ein Rentier-Pullover zu Weihnachten ist schon ein Must-Have :P! Um es dann nicht noch wilder zu machen und um die Aufmerksamkeit nicht von den Hirschartigen abzulenken, ist der Rest einfach in Braun gehalten.

Wie gesagt, wollte es Fortuna, dass das Schnittmuster “Ernst” von Mathila den Weg zu mir fand. “Ernst”, das ist ein Pullover oder ein Cardigan mit V-Ausschnitt. V-Ausschnitt – sieht super aus, ist aber, finde ich, beim ersten Mal recht tricky. Die Schwierigkeit liegt darin, dass das V auch ordentlich aussieht bzw. herausgearbeitet ist – oben am V und unten am V. Und hier muss ich gestehen, dass mir das diesmal nicht so gut gelungen ist. Aber für den nächsten “Ernst” weiß ich worauf ich zu achten habe.

Der Schlafanzug – Eine “Schnittmusterkooperation”

Wie gesagt, besteht der Schlafanzug aus Raglanshirt und Boony. Das Raglanshirt habe ich ja nun nachweislich schon mehrmals genäht (Beweise gibt es hier und hier). Das ging dementsprechend flüssig und gut von der Hand. Bei der Hose habe ich mich ja für die Boony von Nanoda entschieden, weil sie eher schmal geschnitten ist. Eigentlich ist sie für Bündchen konzipiert und das geht sicher auch für einen Schlafanzug. Da ich aber der Ansicht bin, dass ein Schlafanzug einen Gummibund haben muss, habe ich das Schnittmuster am Bund um ca. 5 cm verlängert. Die Stoffkante habe ich dann nur mit der Overlock versäubert und mit ca. 2,5 cm umgelegt und festgenäht. Ich nenne es mal einen Saum für Faule 🙂 – nein eigentlich hatte ich angst, dass der Bund dann doch zu niedrig wird. Dort habe ich dann noch einen Gummi eingezogen. Da meine liebe Schwägerin ja des Nähens mächtig ist, habe ich den Gummi nur verknotet. So kann sie die richtige Weite einstellen, den Gummi und die Öffnung vernähen. Oder sie lässt es. Bei unserer KnickPant von Nanoda haben wir den Gummibund auch offen gelassen, einfach damit es sowohl mit Wegwerfwindel, als auch mit Stoffi passt.

Schnittmuster: Bonny|Nanoda u. Raglanshirt|Mamahoch2Kommen wir zum Stoff. Ein Schlafanzug darf bunt sein, aber er sollte mMn nicht zu wild sein, das lenkt vom Schlafen ab :D. Mit fiel der schöne Fuchsstoff in die Hände. Der ist bunt, aber recht regelmäßig, also nach meinem Verständnis nicht zu wild. Vor allem aber lässt er sich farblich gut kombinieren. Da die “Hintergrundfarbe” weiss ist, wollte ich erst meinen wunderbar hautschmeichelnden Viskose-Jersey für den Rest nehmen. Leider war der aber recht dünn und so nicht das Richtige für einen Schlafanzug (bei einem Shirt kann man ja noch was drunter ziehen). Eine Alternative habe ich aber schnell gefunden. Einen schönen, orangeleuchtenden Baumwoll-Jersey. Er ist eher fest, aber schön weich. In meinen Augen liefert er das perfekte Schlafanzuggefühl.

Bei einem Shirt ist die Kombination von zwei Stoffen immer recht einfach. Einen für die Ärmel und einen für den Rest. In diesem Fall Ärmel = Fuchs, Rest = Orange. Schwieriger wird es da bei einer einfach geschnittenen Hose, da ist die Variationsmöglichkeit recht beschränkt. Daher war es nur logisch hier ausschließlich die Bündchen fuchsig zu machen.

Und die Passform?

Da ich ja die Schlafanzugkombi so ähnlich schon mal genäht hatte und Krümelchen die schon mal Probe getragen hatte, war ich mir sicher, dass der Schlafi definitiv nicht zu eng/zu klein sein würde. Allerdings fiel er dann an Theodor doch noch sehr groß aus. Ist also eher was zum mitwachsen. Der Pullover saß am Krümel eigentlich ganz gut, hätte etwas länger sein können. Er fiel an ihr recht körpernah aus – ich glaube in den Katalogen beschreiben sie das als figurumspielend. 😀 Der müsste also eigentlich fast perfekt passen.

So jetzt habe ich mich aber detailreich ausgelassen. Dabei wollt ihr bestimmt nur Bilder gucken 😀

Hier noch mal ein paar:

Bis dahin.

Julia.

 

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