Silvester 2014 – kein Jahresrückblick

Traditionell nutzt man ja des Ende des alten und den Beginn des neuen Jahres als Anlass die letzten 365/366 Tage Revue passieren zu lassen. Ich tue das nicht, aus zwei Gründen. Erstens fällt es mir schwer mich kurz zu fassen. Ein Jahresrückblick bedeutet für euch im schlimmsten Fall “Herr der Ringe”-mässige Ausschweifungen. Zweitens – und das ist der eigentliche Grund – reicht mein Gedächtnis nur von hier bis…ähhh was wollte ich noch mal schreiben? Im Ernst, bei vielen Sachen weiß ich gar nicht mehr, ob das dieses oder letztes Jahr war. Wie unangenehm wäre es, wenn ich hier über Dinge ausschweife, die dann vielleicht schon 2013 waren? Aber ganz kurz: Das Jahr war für uns drei im Großen und Ganzen positiv, wir haben viel Aufregendes erlebt mit unserem Krümelkeks, z.B. den Kitabeginn, meine Elternzeit war rum, Krümelpapa hatte Prüfungen, Krümel hat laufen gelernt und vor allem reden. Mittlerweile spricht sie in ganzen Sätzen, wie “Wo ist der Papa?” Sie singt und merkt sich erstaunlich schnell Text und Melodie. Obwohl beim Text hält sie es ein bisschen wie ihre Oma, sie singt es so, wie sie es versteht…

…soviel zum Thema kurz!

Silvester 2014Silvester – überbewertet?!

Schon Wochen vorher wird man, übertrieben gesagt, mit der Frage begrüßt: Und was macht ihr zu Silvester? Zugegebenermaßen nimmt die Frequenz der Frage mit zunehmendem Alter und/oder Anzahl der Kinder ab, dennoch wird von Vielen “Gewese” darum gemacht. Eine Sache, die mir irgendwie völlig abgeht. Früher hatte ich immer das Gefühl, ich müsste mit der wildesten Silvestersause aufwarten, sonst wäre ich langweilig. Okay, Silvester ist ein schöner Anlass sich mit Freunden zusammenzufinden und 3 Stunden lang SingStar zu spielen oder mal wieder den Raclettegrill zu entstauben, Bowle zu trinken und Blei zu gießen. Aber das könnte man an jedem anderen Tag des Jahres auch – der einzige Pluspunkt für Silvester: Das Feuerwerk. Das ist an anderen Tag ohne behördliche Genehmigung nicht so einfach zu bewerkstelligen. Aber eigentlich ist es doch ein Tag wie jeder andere. Oder übersehe ich einen Silvesterzauber, den andere empfinden?

Das neue Jahr beginnt…

Ja, rein theoretisch. Ich stellte mir heute kurz nach 0:00 Uhr die philosophische Frage, warum wir den Jahreswechsel feiern, wo er doch nur ein von Menschen geschaffenes Konstrukt ist. Und wenn ich jetzt sage, euer Kalender ist nicht mein Kalender, dann werden Terminabstimmungen zwar schwierig, aber ich würde dann z.B. zweimal im Jahr die Sonnenwende oder jeden Monat den Neu- und/oder Vollmond feiern. Okay jetzt übertreibe ich vielleicht und ich verstehe auch ein bisschen die reinigende Kraft von Ende und Neuanfang. Also das offizielle Ende eines Zeitraums (Jahr) zu feiern und darauf zu hoffen, dass der nächste Zeitraum (nächstes Jahr) besser wird. Aber hat das nicht eher einen spirituellen Charakter, der in Ruhe und in Fokussierung auf sich selbst begangen werden sollte, statt im Vollsuff? Gut manche erreichen vielleicht betrunken eher ihre geistige Mitte ;). Sorry, jetzt werde ich fies und überheblich.

Wie wir den Jahreswechsel begingen.

Passt auf jetzt wird es langweilig. Wir haben am späten Nachmittag meine Eltern besucht. Gegessen, ein Schlückchen getrunken und sind dann irgendwann wieder heim. Krümelkeks war 21 Uhr im Bett. Wir haben noch einen Film geschaut, Mitternacht mit Sekt angestoßen, uns abgeknutscht und darauf gewartet, dass der Keks wach wird. Wecken wollten wir sie nicht, aber ein bisschen Feuerwerk gucken, wäre schon was für sie. Gegen halb eins kam sie dann auch. Leider war es hier soooooooo neblig, dass man kaum über die Straße schauen konnte. Man hat es also hier und da rot, grün, weiß aufblenden sehen, aber so richtig Raketen gab es nur eine handvoll zu sehen. Von denen war der Krümel allerdings hellauf begeistert und rief “nochmalll” und “mehr” und “Feuerberg” oder “Feuerwehr” statt Feuerwerk. Um eins waren wir dann im Bett – alle drei im großen Bett, weil Krümel nicht mehr in ihres wollte.

Unser Tag begann dann acht Uhr und bisher fühlt sich das Jahr an, wie das letzte. 😉 Zumindest ist die ToDo-Liste genauso voll wie vorher.

Fazit

Ich lasse mich breitschlagen und sage, der Jahreswechsel ist eine gute Möglichkeit viele liebe Menschen auf einmal mit guten Wünschen zu bedenken (ähnlich wie an Geburtstagen) ohne dass es sich irgendwie komisch, weil “anlasslos” anfühlt. Man hat mal wieder Grund zu feiern und kann die Hoffnung auf bessere Zeiten begießen. Egal wie ihr zu Silvester und dergleichen steht, ich hoffe ihr hattet einen angenehmen Abend/Nacht/Morgen. Ich wünsche euch ein Jahr voller schöner Erlebnisse, voller Gesundheit und Vitalität. Egal, wie 2014 für euch lief, soll 2015 (noch) besser werden.

Bis dahin.

Julia.

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